Bloggen für Anfänger - Teil 2

Viele denken, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist – das ist aber nicht der Fall. Auch hier gibt es einige rechtliche Aspekte, an die man sich halten sollte.


Wichtiger Hinweis: Wir sind keine Anwälte, wir wollen lediglich auf rechtliche Aspekte hinweisen, um dir so einen leichteren Start fürs Bloggen zu geben. Einige der Tipps gelten nicht nur beim Bloggen, sondern lassen sich auch auf andere Social-Media-Kanäle anwenden.


Impressum

Wenn du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest, musst du ein Impressum erstellen. Dieses sollte leicht zugänglich sein und muss sowohl deinen Namen als auch deine Anschrift beinhalten. Dies ist im Rundfunkstaatsvertrag unter §55 und im Telemediengesetz (TMG) §5 geregelt. Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht bist du nur dann, wenn du deinen Blog ausschließlich für persönliche und familiäre Zwecke nutzt.

Bei der Gestaltung deines Impressums findest du auf dieser Webseite Hilfe.

Dieser Punkt gilt nicht nur fürs Bloggen, sondern zum Beispiel auch für Facebook oder Youtube. Einer der jüngsten Fälle wurde im Zuge einer Recherche der Redaktion „WDR360“ und „RobBubble“ zum Thema „Gewinnspiele auf Youtube“ bekannt:Der Youtuber ApoRed hatte nicht nur Probleme mit seinen Gewinnspielen: Er gibt auf seiner Facebook-Seite ein Impressum an, aber es war nicht nur falsch, sondern er gibt/gab eine völlig frei erfundene Adresse an.

Datenschutzerklärung

Dein Blog braucht neben einem Impressum auch eine Datenschutzerklärung, die offen legt, ob und wie du Daten von deinen Nutzern erhebst. Deshalb solltest du jede Datenverarbeitung erwähnen und deinen Nutzern verständlich erklären. Dieser Punkt wird im TMG im §13 Abschnitt 1 geregelt.

Persönlichkeitsrecht

Du kannst nicht einfach Bilder von Personen veröffentlichen, weil du das betreffende Motiv gut findest. Denn in Deutschland hat nicht nur jeder das Recht, seine eigene Meinung zu äußern, sondern er hat auch das Recht auf sein eigenes Bild. Dieses ist in Artikel 2 des Grundgesetzes geregelt.

Das heißt für dich, dass du die Person vorher um Erlaubnis fragen musst, ob du das Bild im Internet verbreiten darfst, bzw. kannst du dir auch ein Model Release Vertrag unterschreiben lassen. Eine Ausnahme sind öffentliche Veranstaltungen wie Demonstrationen (Achtung: Auch hier sollten nicht einzelne Personen im Vordergrund stehen).

Zudem solltest du nicht grundlos andere Personen im Netz beleidigen oder falsche Tatsachen über sie veröffentlichen, denn auch dies wird strafrechtlich verfolgt.

Bilder

In unserem letzten Blog-Beitrag haben wir angefangen euch zu erklären, was eigentlich „Creative Commons“ sind. Es gibt also legale Möglichkeiten, deinen Blog mit Bildern zu befüllen, die nicht von dir sind. Dennoch gibt es Fälle, wo Leute einfach aus der Google-Bildersuche Bilder für ihren Blog benutzt haben und sich vorher die Lizenzen nicht angeschaut haben.

Auch bei Google gibt es verschiedene Lizenz-Typen. Unter Tools kannst du unter „Nutzungsrechten“ den richtigen Lizenz-Typ für dich einstellen.

Im nächsten Teil „Bloggen für Anfänger“: Fortsetzung der rechtlichen Aspekte.